
Z I E L E - Z I E L E - Z I E L E - Z I E L E
Mehr Mobilität
anstatt mehr Straßen!
Wir von der GABL meinen, dass Leonberg ein attraktives Stadtbus-System braucht und als Ergänzung dazu ein geschlossenes Rad- und Fußwegenetz. Für diese Ziele werden wir uns auch
weiterhin einsetzen.
Wir wollen:
|
ein Stadtbus-System mit Rendezvoustechnik und Bevorrechtigung der Busse auf eigenen Spuren und an allen Kreuzungen. |
|
|
durchgehend Niederflurbusse mit breiten und bequemen Türen. |
|
|
dass die Busse im Viertelstundentakt fahren |
|
|
ein enges Netz von Haltestellen; von keinem Haus soll der Weg zur nächsten Haltestelle weiter als 250 Meter sein. |
|
|
dass allen Fahrgästen eine übertragbare Umweltfahrkarte angeboten wird zu einem Preis, der das Umsteigen vom Auto in den Bus attraktiv macht. |
|
|
dass den Fußgängerinnen und Fußgängern ein geschlossenes Netz von Wegen zur Verfügung steht. Dei Rolle der Radfahrerinnen und Radfahrer soll
gegenüber dem Autoverkehr deutlich gestärkt werden. |
Das alles kostet Geld. Wir wollen, dass in Leonberg für den Ausbau des ÖPNV und den Ausbau der Rad-/Fußwege so viel investiert wird wie für den Straßenbau. Damit wäre schon viel erreicht.
Und der Westanschluss? Könnte er nicht eine Entlastung für Leonberg bringen?
Wir sagen nein! Er würde den Bau von Zubringerstraßen nach sich ziehen, etwa den Ausbau und die Verlängerung der Brennerstraße und den Neubau der vierspurigen Längenbühlstraße. Er würde überregionalen Verkehr in die Stadt locken, etwa den Durchgangsverkehr von Stuttgart in den Schwarzwald. Er wäre eine ideale Umgehung für die Autobahn, etwa bei Störungen im Engelbergtunnel. Und er würde das Glemstal hinter dem Schopflochberg unwiederbringlich zerstören:
Deshalb lehnen wir von der GABL den Westanschluss ab - ohne Wenn und Aber!
Bei
Maßnahmen zur Luftverbesserung und Senkung der Luftschadstoffe bremsen
Verwaltung und große Teile des Gemeinderates seit langem. Die Benzol- und Rußwerte
übersteigen die Grenzwerte um ein vielfaches. An vielen Straßen in Leonberg
sind verkehrslenkende und verkehrsbeschränkende Maßnahmen notwendig, der ÖPNV
muss als Alternative zum Individualverkehr ausgebaut werden.
Wir
setzen uns ein für mehr Grün in der Stadt und eine konsequente
Biotopvernetzung, z.B. entlang der Glems und des Maisgrabens. Die halbherzigen
und manchmal auch kontraproduktiven Maßnahmen wie Baumfällaktionen und
100m-Goldrandlösungen lehnen wir ab.
Am 3. Dezember 1991 setzte sich der Leonberger Gemeinderat das Ziel, bis zum Jahr 2005 die CO2-Emissionen um 30% zu senken. Mit den bisher eingeleiteten Maßnahmen lässt sich dieses Ziel nicht erreichen. Die Gesamtemission an Kohlendioxid in Leonberg beträgt nach Schätzungen ca. 120.000 Tonnen pro Jahr, was ca. 2,9 Tonnen pro Kopf und Jahr entspricht. Rund 80% der benötigten Gesamtenergie in Leonberg werden für die Raumheizung und weitere 10% für die Warmwasserbereitung verwendet werden.
Die
GABL setzt sich für ein städtisches Förderprogramm zum Energiesparen ein, um
private Investitionen in diesem Bereich anzuregen. Damit wird auch das Handwerk
in Leonberg unterstützt. Einer der wichtigsten Maßnahmen ist dabei die Wärmedämmung
von Gebäuden. Klimaschutz beginnt vor Ort, wir von der GABL arbeiten aktiv
daran.
Im
Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist die Gleichberechtigung von Frauen
und Männern festgeschrieben. Um der Erfüllung des Verfassungsauftrages
Nachdruck zu verleihen, hat die Landesregierung von Baden Württemberg ein
Landesgleichberechtigungsgesetz beschlossen. Darin werden Städte und Landkreise
aufgefordert, Frauenförderpläne zu erstellen. Auch der Gemeinderat in Leonberg
beschloss am 17.11.1997 einen Frauenförderplan.
Allerdings fehlte diesem Plan bislang ein wesentlicher Teil, die sogenannte
Beschäftigungsanalyse. Nachdem diese nun vorgelegt wurde, ist klar, es
gibt noch einiges zu tun, damit die Stadt Leonberg ihrem selbst gesteckten Ziel,
der faktischen Gleichberechtigung von Frauen und Männern, näher kommt.
Wir
meinen, die Stadt Leonberg sollte in Fragen der Gleichberechtigung mit gutem
Beispiel vorangehen. Vor allem bei
der Neubesetzung von Führungspositionen.
Die GABL hat die Forderung nach einer Krippe für Kinder im Alter von 0-3 Jahren unterstützt. Durch flexible Betreuungszeiten soll den Bedürfnissen von Eltern und Kindern Rechnung getragen werden. Wir verstehen die Kinderkrippe als Ergänzung zum bestehenden Angebot der Tages- und Pflegemütter. Um den veränderten Lebensbedingungen von Eltern und Kindern Rechnung zutragen, ist es nötig die Öffnungszeiten in den Kindergärten flexibler zu gestalten und die Zahl der Kinder in einer Gruppe zu verkleinern.
Die sozialen Aspekte sind bei der Stadtentwicklung stärker zu berücksichtigen. Bei der Planung neuer Baugebiete und den nachträglichen Änderungen von Plänen müssen alle Aspekte des Zusammenlebens beachtet werden. Nicht nur die Verkehrsanbindung ist wichtig, sondern es müssen Begegnungsplätzen für die BürgerInnen geschaffen werden. Die Möglichkeit zum Verweilen und zum Gespräch untereinander ist wichtig für das soziale Klima einer Stadt. Die Stadt der kurzen Wege mit fußläufiger Erreichbarkeit der Angebote des täglichen Lebens ist die Stadt der Zukunft.
Wirtschaftsförderung
ist auch eine zentrale kommunale Aufgabe. In der Nähe zu den Unternehmen liegt
die Stärke der Kommunen. Die GABL wird sich für die notwendigen
Rahmenbedingungen einsetzen, damit innovative Unternehmen in Leonberg bestehende
Arbeits- und Ausbildungsplätze sichern und neue schaffen. Wir setzen uns ein für
eine verstärkte Förderung des Mittelstands und von Existenzgründungen, z.B.
in Form eines Technologiezentrums. Dazu ist es notwendig alle beteiligten
Akteure an einen Tisch zu bringen und gemeinsame Strategien und Lösungen zu
erarbeiten. Die Aufwertung und qualitative Verbesserung des Umfeldes in
Gewerbegebieten wie z.B. im Hertich ist dringend notwendig. Gewerbebrachen wie
das leerstehende SÜMAK-Gebäude in Höfingen müssen mit Unterstützung der
Stadt einer neuen Nutzung zugeführt werden. Dazu brauchen wir einen städtischen
Organisator, der Ansprechpartner für die Unternehmen ist und als Bindeglied zur
regionalen Wirtschaftsförderung fungiert.
Grüne Wirtschaftspolitik berücksichtigt auch die ökologischen Zusammenhänge
und nutzt diese auch aktiv. Wir wollen dies einerseits durch die gezielte Förderung
ökologischer Wirtschaftsweisen in Haushalten und Betrieben. Andererseits durch
die Umstellung der städtischen Eigenbetriebe und der Stadtverwaltung auf eine
ökologische Betriebsweise. Beide Bereiche sind über die Glaubwürdigkeit
miteinander verknüpft. Wer selbst schlecht wirtschaftet, kann schlecht den
anderen Verbesserungen vorschlagen oder gar diktieren.